Erwachsen werden…

Nia mostrando sonrisaMit dem erwachsen werden ist das so eine Sache. Wenn man es noch nicht ist kann man es kaum erwarten und sobald man dann angeblich endlich erwachsen ist will man es am liebsten wieder loswerden.

Aber woher weiß man eigentlich, dass man wirklich erwachsen ist?

Früher so mit 16 dachte ich immer: „Ohh wow, die 23-Jährigen, die sind ja so erwachsen und haben bestimmt schon einen richtigen Plan vom Leben und wissen wie es geht.“

Heute mit selbst 23 Jahre bin ich von einem solchen Plan und solcher Weisheit leider sehr weit entehrt. Und wenn ich mich so in meinem Umkreis umschaue bin ich nicht gerade ein Sonderfall, sondern Spiegel eher die Mehrheit wieder. Klar kommt man irgendwie zurecht ohne in allzu großem Chaos zu versinken aber wirklich durchgeplant Vorausblickend ist was Anderes.

Was ist das also, dieses sagenumwobene erwachsen sein? Wir hören immer wieder, man soll sich erwachsen verhalten und in Streits wird oft gesagt „Wir sind doch alle erwachsen, das können wir jetzt auch zivilisiert regeln.“ Aber was genau heißt das? Dass ich meine Gefühle zurücknehmen soll, mein Herz abschalten und möglichst nur noch mit dem Kopf denken und dann auch bitte so handeln soll?

Erwachsen sein ist anstrengend und echt unlustig. Alle erwarten etwas von einem. Man muss sich ständig um etwas kümmern. Der Internetanbieter lässt einem nicht aus dem Vertrag, der Perso ist abgelaufen und dann sollte man sich auch wirklich mal um seine Steuererklärung kümmern. Und dann kommen da noch allerhand Beziehungen hinzu. Die kommen aber viele gehen auch wieder. Und auch das soll man einfach so hinnehmen und möglichst kein großes Drama draus machen. Wir sind ja schließlich alle so erwachsen… oder auch eben nicht.

„We live like zombies. Wake up, carry out habits and go to sleep only to wake up and do it again. You exist, but do you feel alive?” -Unknown

Und dann ganz plötzlich ist man in die Falle getappt. In die Falle des angeblich so vernünftigen und ach so weisem Erwachen sein. Man lebt so vor sich hin und hackt einen Punkt nach dem anderen von seiner To do Liste die einfach nicht enden will. Man verliert sein Ziel aus den Augen und viel schlimmer noch seine Träume. Man funktioniert, weil alle ja irgendwie Funktionen. Und weil man es eben so macht…

Wie furchtbar ist das den bitte? Man macht etwas, weil man es eben so macht?

Ich finde das geht nicht. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es anderes geht! Anderes gehen muss.

Wir sollten wieder mehr zum Kind werden. Wieder impulsiv handeln und das sagen was wir meinen ohne uns permanent zu fragen was wohl die anderen über uns denken. Wir sind doch schließlich nur einmal hier in diesem Leben und in diesem Körper. Wäre es also nicht viel schlauer dann auch alles mitzunehmen? Ohne uns permanent über die Konsequenzen oder die Meinung der andern zu kümmern. Wir sollten wieder anfangen zu tanzen, auch ohne Musik. Zu lachen, nur, weil uns danach ist. Eben wie ein Kind. Oder habt ihr schon mal jemanden gesehen der ein lachendes Kind an mault warum es so laut lacht. Oder was es für einen Grund hat jetzt einfach so fröhlich zu sein. Nein wohl eher nicht. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Menschen anfangen mit zu lachen. Also fangen wir doch alle an zu lachen, einfach so, ohne ersichtlichen Grund…

Natürlich ist es ab und zu notwendig erwachsen zu sein und Dinge rational zu betrachten. Aber genauso wichtig ist es, ab und zu eben nicht erwachsen zu sein und dem Leben einfach zu vertrauen das sich schon alles zu unserem besten entwickeln wird.

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